Ortsverein Porz am Rhein e.V.

Main menu

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte man überhaupt Blut spenden?

Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn Blut ist etwas Lebendiges: es ist ein Organ, das aus vielen Zellen und Teilchen besteht. Jedes für sich hat eine notwendige Funktion, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutstillung und den Wärmetransport innerhalb des Körpers. Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Deswegen ist es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und Verletzte spenden.

Warum soll gerade ich spenden? Es gibt doch wohl schon genug.

Leider nicht! 15.000 Blutspenden reichen gerade für einen Tag. Und in den Spitzenzeiten, zum Beispiel in den Ferienmonaten, sinkt obendrein die Zahl der Spender. Da kann es trotz eingeplanter Sicherheitsreserven zu gefährlichen Engpässen in der Blutversorgung kommen. Um das zu vermeiden, sollte möglichst jeder Mitbürger, der gesund und zwischen 18 und 65 Jahren alt ist, regelmäßig Blut spenden.

Wie häufig darf ich Blut spenden?

Jeder Blutspender muss einen Abstand von mindestens 56 Tagen zur vorangegangenen Vollblutspende eingehalten haben (empfohlen sind 12 Wochen Abstand = 84 Tage). Frauen dürfen pro Kalenderjahr max. vier und Männer max. sechs Vollblutspenden leisten.

Was habe ich davon, wenn ich Blut spende?

Zunächst erfahren Sie Ihre Blutgruppe mit dem Rhesusfaktor – eingetragen in Ihrem persönlichen Unfallhilfe und Blutspender-Pass. Außerdem durchläuft Ihr Blut wichtige Laboruntersuchungen: Ein Antikörper-Suchtest spürt Substanzen auf, die gegen körperfremde Blutzellen gerichtet sind und bei Bluttransfusionen gefährliche Zwischenfälle verursachen können. Getestet wird außerdem, ob die Geschlechstkrankheit Syphilis vorliegt oder eine entzündliche Lebererkrankung bzw. eine vorübergehende Leberfunktionsstörung. Ein weiterer Test ist die Untersuchung auf Antikörper gegen die Erreger der Immunschwäche AIDS (HIV).

Was passiert wenn in meiner Blutspende etwas ungewöhnliches festgestellt werden?

Weichen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen von der Norm ab, werden Sie vom Blutspendedienst unterrichtet, und auf Wunsch wird Ihrem Hausarzt der Befund mitgeteilt. Dieser setzt sich dann mit Ihnen in Verbindung.

Man hört immer wieder, dass am Blut verdient wird. Stimmt das?

Nein. Die DRK-Blutspendedienste arbeiten gemeinnützig nach dem Prinzip der Kostendeckung. Das heißt: Kosten, die für die Blutkonserve tatsächlich anfallen, müssen den belieferten Krankenhäusern in Rechnung gestellt werden. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Kosten setzen sich zusammen aus: Blutentnahme, Aufbereitung, Laboruntersuchung, Transport, Forschung und Entwicklung, Personal und Material. Gewinne dürfen DRK-Blutspendedienste als gemeinnützige Einrichtung nach ihren Satzungen und Gesellschaftsverträgen nicht erzielen. Darüber wachen DRK-Gremien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und die Finanzbehörden.

Gelegentlich hört man von DRK-Blutlieferungen ins Ausland...

Bei Bedarf können überschüssige Blutbestandteile aus der Reserve, die von unseren Krankenhäusern nicht abgerufen werden, auch Patienten im Ausland helfen.”

Entsprechend seiner gemeinnützigen Satzung und den internationalen Rotkreuz-Grundsätzen konnte das DRK in den letzten Jahren bei akuten Anlässen, z.B. für Bürgerkriegsopfer, Flüchtlingskrankenhäuser sowie bei Versorgungsengpässen im Ausland, Konzentrate roter Blutkörperchen aus der eigenen Notfallreserve kostenlos zur Verfügung stellen. Darüber hinaus unterstützen das DRK und die Rotkreuzgesellschaften der Schweiz, Belgiens und der Niederlande in einem gemeinsamen Hilfsprogramm seit über 20 Jahren die Blutversorgung von Krankenhäusern in New York. Die entstandenen Kosten werden erstattet. Das DRK ist mit ca. 1% der hergestellten Erythrozytenkonzentrate beteiligt. So können überschüssige Blutkonzentrate Patienten in einem anderen Land helfen. Oft kann nur so eine lebensrettende Blutübertragung überhaupt durchgeführt werden.

Diese Präparate stehen bis zu ihrem Versand den hiesigen Krankenhäusern zur Verfügung. Das Plasma aus diesen Blutkonserven bleibt in jedem Fall in Deutschland und trägt somit nur der nationalen Selbstversorgung bei.

Das “Einspringen” des DRK im Ausland ist keine Geschäftemacherei, sondern ein selbstverständlicher Beitrag zur Hilfe auf Gegenseitigkeit.

Man hört immer wieder von AIDS: Kann man sich beim Blutspenden damit infizieren?

Es besteht für den Blutspender keine Ansteckungsgefahr! Alle beim Blutspenden benutzten Geräte sind steril und werden nur einmal benutzt. Das gilt selbstverständlich auch für die Blutplasma-Spende, bei der die Blutzellen sofort zurück in den Blutkreislauf des Blutspenders gegeben werden. Hier ist sogar die Zentrifuge, in der das Plasma (die Blutflüssigkeit) von den Zellen getrennt wird, ein keimfreies Einweg-Bauteil.

Man hört, daß das DRK Blut an die Plasmaindustrie verkauft. Was steckt dahinter?

Das bezieht sich nur auf den Teil von Blutplasma, der aufgrund von Kapazitätsmangel nicht selbst weiterverarbeitet werden kann.” Das gespendete Blut enthält je etwa zur Hälfte Zellbestandteile und Plasma. In diese beiden Hauptbestandteile wird das Blut frühestmöglich aufgeteilt.

Zellkonserven und gefrorenes Frischplasma werden dann an die Krankenhäuser geliefert. Aus dem übrigen Plasma werden in aufwendigen Verfahren Spezialpräparate hergestellt.

Lediglich ein Teil des Plasmas sowie Zwischenprodukte, die aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten oder Kapazitäten nicht beim DRK weiterverarbeitet werden können, werden an pharmazeutische Unternehmen abgegeben. Vom Plasmaaufkommen des DRK sind das unter 30%. Der Erlös daraus wird zur Senkung des Preises für Blutkonserven des DRK verwendet..

Warum gibt es beim Roten Kreuz kein Geld für die Blutspende?

„Blut darf nicht zur Handelsware werden.“

Blut ist durch nichts zu ersetzen. Deshalb ist Blutspenden eine Hilfe auf Gegenseitigkeit, aus der niemand einen finanziellen Nutzen ziehen soll.
Unterstützt von verschiedenen internationalen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeiten die Blutspendedienste des Roten Kreuzes weltweit auf der Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Niemand soll aus finanzieller Not zur Blutspende gebracht werden. Auch müssen jedem Patienten – ungeachtet seiner finanziellen Lage – Blut oder Blutprodukte verabreicht werden können.
Dieser ethische Grundsatz wird von vielen mitgetragen, zum Beispiel auch von den Helferinnen und Helfern des Deutschen Roten Kreuzes, die für ihre Mitarbeit bei Blutspendeaktionen kein Geld erhalten, von den zahlreichen Firmen und Behörden, die während der Arbeitszeit das Blutspenden ermöglichen, von den Medien, die kostenlos Anzeigenraum und Sendezeit spenden,
von den öffentlichen und privaten Einrichtungen, die Räume für Blutspendeaktionen kostenlos zur Verfügung stellen. 

Welche Blutgruppe wird am dringendsten benötigt?

Für die Blutgruppen A und 0 gibt es den größten Bedarf, weil die meisten Menschen in Deutschland eine dieser Blutgruppen haben.

Wenn man darüber hinaus berücksichtigt, dass Blutgruppen mit Rhesus negativem Merkmal auch dem Empfänger derselben Blutgruppe mit Rhesus positivem Merkmal übertragen werden können, steigt der Bedarf an Rhesus negativen Blutgruppen. Die Blutgruppe 0 kann allen Empfängern mit anderen Blutgruppen gegeben werden. 0 Rhesus negativ ist somit diejenige Blutgruppe, die allen Empfängern, gleich welcher Blutgruppe, übertragen werden kann. Nur leider ist der Patient mit der Blutgruppe 0 Rhesus negativ (6 % der Bevölkerung) darauf angewiesen, selber nur 0 Rhesus negatives Blut vertragen zu können. Somit sind Spender mit den Blutgruppen A und 0 besonders begehrt, egal ob sie das Rhesusmerkmal positiv oder negativ haben. Doch auch die Blutgruppen B und AB haben ihre Bedeutung. Sie ist zwar mengenmäßig nicht so massiv ausgeprägt aber sind es 16 % der Bevölkerung, die mit einer dieser Blutgruppen versorgt werden will. Darüber hinaus ist die Blutgruppe AB ganz besonders wichtig bei der Plasmaversorgung, denn dort nimmt AB die Rolle als Universalspender ein, die beim Vollblut die Gruppe 0 hat.

Welche Blutgruppe gibt es überhaupt?

Blutgruppenverwaltung

 Die beiden häufigsten in Deutschland vorzufindenden Blutgruppen sind die Blutgruppen A mit 43 % und 0 mit 41 % Anteil in der Bevölkerung. Entsprechend groß ist auch der Bedarf an Blutspenden dieser Gruppen, denn unter den Patienten finden sich natürlich diese Anteile ebenso wieder.

drkvideowandfuellerp_480